Donnerstag, 18. Januar 2007

WIND OF CHANGE - ORKANWARNUNG!

Orkanwarnung für Deutschland. Was bringt der Sturm?
Meldungen des Tages:

Stoiber verabschiedet sich als Ministerpräsident
- eher Orkan of Revolution als Wind of Change
aber: Beckstein wird sein Nachfolger. Der schickt seine Stormtroopers of Death los, um die Bürger in Angst und Schrecken vor den "Bösewichten Bayerns" zu versetzen (Mehmet, Hans Söllner, Gabriele Pauli)


Neu auch: Arbeitsloser Enrico Frank hat neuen Job
Der durch seine Auseinandersetzung mit SPD-Chef Kurt Beck bekannt gewordene Wiesbadener Arbeitslose Henrico Frank hat einen neuen Job. Er unterschrieb beim Frankfurter Sender iMusic TV einen Arbeitsvertrag als Experte für Punkrock.
Playlist:
Eisenpimmel - Bau keine Scheiße mit Bier
WIZO - We are nemployed


Tatjana Gsell kriegt einen neuen Busen
Die Witwe des berühmten „Busenmachers“ Dr. Franz Gsell baut an, lässt sich von B auf D vergrößern.

Christel Moden in Waltrop bekommt einen neuen Inhaber
Christel Nolde hört nach 32 Jahren auf

Soundtrack zum Tag:
Scorpions - Rock you like a hurricane
Bob Dylan - Blowing in the wind
Witt und Heppner - Wann kommt die Flut (für die Hamburger)

(Jens)

Sonntag, 14. Januar 2007

GLOBALISIERUNG IM MÜNSTERLAND

Noch 350 Kilometer bis zu meinem Bett. Wenn ich eh schon so weit fahren muss, mach ich einen Schlenker durch’s Münsterland und geh mal wieder zu Erwin, bei dem ich während meiner Zivizeit einige Stunden verbracht hatte. Erwin war der Inhaber einer Pommesbude, die „Erwins Pommesbude“ hieß und genau so war, wie man sich eine Pommesbude im tiefsten Münsterland mit diesem Namen vorstellt: Mit Fett verklebte dunkle Eichenbalken, braun furnierte Tische mit rot-weiß karierten Tischdeckchen in der Mitte. Aus dem selben Stoff hat Lissbett gleich auch die Gardinen und die Lampenschirme geschneidert. Die Stühle sind grün gepolstert, dieses Grün, in dessen Farbe das Sofa deiner Oma ist. Erwin ist ein, nennen wir es mal beleibter Mann mit einer Knollnase, die immer schnapsrot leuchtet. Seine dunkelweißen T-Shirts spannen sich immer ordentlich auf der Wanne. Erwin ist aus dem Ruhrgebiet geflüchtet, als die „Spaghettifresser“ kamen, und deshalb auch eine Mischung aus Ruhrpott-Proll und Münsterländer Verbohrtheit. So hat er auch seine Pommesbude organisiert: Pommes gibt es nur in Tüten („In die Plastikschalen passt doch nix rein“), halbe Hähne gibt’s auch nicht, nur ganze („Wer soll denn von nem halben Hahn satt werden?“) und außerdem findet man nichts auf der Karte, was es nicht vor 40 Jahren schon in einer deutschen Pommesbude gab („Komm mir bloß nicht mit so neumodischem Kram wie Pizza“).

Der Dorfbewohnerschaft ist man als Zivi sofort bekannt, weil man als einziger Unbekannter natürlich sofort allen bekannt ist. Wer zwei Mal auftaucht, muss der neue Zivi sein, weshalb man entweder sofort als Zivi gegrüßt oder von älteren Herren als Verpisserschwein angebrüllt wird. Vaterlandsverräter. „Aber ihr werdet schon noch sehen“. Jaja, wenn die Russen einfallen und unsere Frauen und Kinder ausrauben.

Erwin hatte Verständnis für uns. Das Ende des Kalten Krieges war schon bis zu ihm vorgedrungen, wenngleich „Russkis“, die „Franzköppe“ und die „Inselaffen“ ihm genau so suspekt waren wie die „Schluchtenscheißer“ (Österreicher) unsympathisch. Wir bekamen regelmäßige Aufklärungsmonologe über das echte, das wahre Leben! „Schnaps? Der ist gut, der räumt den Magen auf“. Gut, nach einem fett-triefenden Hahn und seiner Portion Pommes-Majo war der wirklich hilfreich. Und seine Belehrungen über die Welt wurden auch erträglicher. Aber es war immer sehr entspannend bei ihm, die Globalisierung war noch nicht hier angekommen und seine folkloristisch wirkenden Vorträge gaben einem immer ein Gefühl von Geborgenheit. Nach einer Currywurst-Pommes-Sitzung wusste man, dass die Welt noch wieder in Ordnung kommt, dass man mit Erwins Weisheiten und Lehrsätzen alle Schwierigkeiten des Lebens meistern würde. Ja, man glaubte fast, dass seine Frau das Ozonloch ebenso meisterlich stopfen würde wie die Löcher in seinem Kittel.

Doch die Globalisierung ist gnadenlos. Als ich nun Jahre später auf das Dorf zusteuere, fällt mir von weitem das hell erleuchtete Schild am Eingang auf: Gianni’s Snackbar. Mit Deppenapostroph.

Beim Einparken werde ich schlagartig in eine Realität zurück geholt, die ich hier in der Abgeschiedenheit des Münsterlands niemals erwartet hätte. Die alte Holztheke mit einer grün furnierten Fläche, auf der immer der Kurze nach dem Essen stand, ist einer hochglanzpolierten VA-Theke gewichen, neben einem Gyrosspieß stand ein Pizzaofen, auf der Speisekarte waren ebenso verwerfliche Produkte wie Burger oder Baguette, und dazwischen: richtig und nicht meine Worte, ein Spaghettifresser!

(Jens)

Mittwoch, 10. Januar 2007

MEIN LITERARISCHES SKATEBOARD

Jens und Ingo beim MorgensportMein Brett hat vier Rollen und ein Ersatzrad. Also A, I, O, U und E. E wie Ersatzrad. Oder Rolle. Casey Jones singen C.G.L. 2k3 und stinken richtig gut nach Testosteron und echter Männerfreundschaft. Viel literarischer als ich gerade. Musikalischer sowieso. Deshalb zum auswendig lernen und zum nächstes Mal mitsingen:

Hanging with my friends/Every Saturday night/Throwing stuff at bums/A few looking to fight/I love my friends/Sing it with me till the end/Oh my god/Carl got laid/Oh my god/Carl got laid/These are the days/That last a lifetime/Quit the drama/And just have some fun/Memories are made/With your best of friends /The true ones have your back/Till the end.

(Ingo)

HANSI HINTERSEER, INGO UND DIE TEMPLER

Der Plan war klar: Am 1. Januar geht’s los! Bis dahin haben wir ein top-gepimptes Layout, ein klares Konzept, einen Ozean an Ideen und sind unserem Ziel – Weltherrschaft – einen Meilenschritt näher gekommen. Aber: Der Silvesterkater stellte sich als längst nicht als ausgestorbener Säbelzahntiger heraus, als Header hatten wir immer noch das, was wir Hansi Hinterseer beim letzten Musikantenstadl mühevoll und wagemutig geklaut hatten, und das Geheimnis, wie wir die Weltherrschaft erobern, konnten wir den Tempelrittern immer noch nicht entreißen. Die Kerle sind eben echt absolut abstinent und haben sich auch an Silvester nicht zu Jägermeister überreden lassen. Trotzdem sind sie überall dabei.

Aber weil der Hansi unbedingt seinen Banner für die Tour wiederhaben wollte, haben wir ihn zu einem Deal überredet: Er beschallt die ollen Templer mit seinem Tiroler Echo samt Chor, bis sie uns alles erzählen. Besser als Waterboarding. Die Tempelmauern bröckeln auf jeden Fall langsam.

Aber weil der Ingo nicht so lange warten wollte, hat er jetzt einen neuen Header aus einem seiner zwei Ordner hochgeladen (O-Ton Ingo dazu: „Ich hab zwei Doppelblogg-Ordner auf dem Rechner, weil ich verlauf mich immer.“). Und weil der Ingo auch Credibility haben wollte, hat er – der Ex-Rocker – schnell noch ein paar hippe Indie-Band-Cover in die Rock Around The Blogg-Rubrik geschoben. Und in der Filmdatenbank hat er auch einen Kredit (Platter Wortwitz, Ingo! Unterbiete den mal!): „Unser“ Motto, „It'll be wild west style, just like the shootout at the O.K. Corral.“, hat er aus einem Film geklaut, der noch unbekannter ist als “meine“ gute alte Hardcoreband. Viertel nach zwölf, nächster Tag, ich kann posten. Und damit zurück ins Studio.

(Jens)

Dienstag, 9. Januar 2007

WIR SIND KEINE FREUNDE!

Die Doppelblogga
Sagen wir immer. Stimmt aber nicht ganz. Wir sind Nachbarn. Hier im Blog wie auch "in echt". Und Saufkumpanen. Und wir schreiben über Musik: auf Getaddicted.org bzw. im Addictzine. Und wir machen auch was mit Medien. Wir schreiben also zur Genüge, aber irgendwie reicht das nicht und unsere mehr als vier Buchstaben wollen sich woanders ausleben. Also holstern wir unsere Buchstabenpfeile - hä? - und stellen uns dem Duell. Kontrovers, aber konstruktiv! (Platitüde)

Hart, aber herzlich! Mit- und gegeneinander. Abstrus, aber gut! Und jetzt ernsthaft: In Zeiten von Web 2.0. (Blase?), unglaublichen Verlinkungsmöglichkeiten (haha) und einer Menge Themen, die die Welt mehr oder weniger bewegen, wollen auch wir unseren Senf hinzugeben und damit nur eins erreichen: WELTHERRSCHAFT!

Wer jetzt denkt: "Oh nein, nicht noch ein Blog!" hat Recht. Wer jetzt denkt: "Die haben aber eigentlich eine ganz sympathische Grundattitüde!" auch. Wer nicht weiß, was Attitüde heißt, wikipediat (Equivalent zu: googlen) mal ganz fix. Und wer weiß, ob es richtig "die gerade Kurve", "der gerade Kurve" oder "das gerade Kurve" heißt, der darf auch gerne mailen bzw. kommentieren.

Mehr jetzt nicht, weil: ist schon spät und ich hab Hunger. Ende erstmal, als nächstes kommt der Jens. Bestimmt. Nach diesem Konzert von dieser völlig unbekannten, aber guten, alten Hardcoreband. Die er sich nur für die Credibility (Wikipedia!) anschaut. Oder so. Und weil da oben jetzt doch einige Links fehlen, ich war zu faul. Ist ja sonst auch alles rot und sieht dann nicht mehr schön aus. Haha. Endeausmickymaus, ineinemwort.

(Ingo)

doppelblogg

It'll be wild west style, just like the shootout at the O.K. Corral.

BLOGGBEAUTIES

Jens Becker
Fast fertiger Student, freier Medienzar auf dem Weg zum Mogul, Musikant mit Herz und Niere, Linsenkönig mit Bewegtbildambitionen.
www.getaddicted.org

Ingo J. W. Karkhof
Teilzeitsfreiherr und Vollzeitfreier, ABC-Schütze und Textkanone, auf der Suche nach Weltherrschaft, Herrschaften und Herrschaftszeiten.
www.getaddicted.org

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